Farmacia Pozzi dott. Publio
Via Scalabrini 100
36061 Bassano del Grappa (VI)
Tel
+39.0424.503649
Fax: +39.0424.500719

web: www.farmaciapozzi.it
email:
info@farmaciapozzi.it

SALA STAMPA

Pagina dedicata alla SAM 2010

VAI ALLA PAGINA DEDICATA ALLE CONFERENZE DEL DOTTOR CARLOS GONZALEZ, ORGANIZZATE DALLA FARMACIA POZZI

Dialogo sui Farmaci: Farmacie e sostegno dell’allattamento materno; un approccio di rete tra operatori sanitari (Delaini - Cattaneo - Fusaro - Realini)

MAMI: Il ruolo del personale sanitario e il Codice (Carlos González)

 

LINKS

     

 
"
PROTEGGERE
PROMUOVERE
SOSTENERE
L’ALLATTAMENTO AL SENO

(Dichiarazione degli Innocenti OMS - Unicef)

SCARICA IL VOLANTINO DI PRESENTAZIONE (pdf)

ESP - ENG - FRA - POR

“Se si rendesse disponibile un nuovo vaccino
che prevenisse un milione o più di
morti infantili all’anno, e che fosse oltretutto
poco costoso, sicuro, somministrabile per bocca,
e non richiedesse la catena del freddo,
diventerebbe immediatamente un
imperativo di salute pubblica.
L’allattamento al seno può farequesto ed altro,
ma richiede una sua “catena calda” di sostegno
– cioè assistenza competente alle madri perché
possano avere fiducia in se stesse e per mostrare
loro cosa fare - e protezione da pratiche dannose.
Se questa catena calda si è persa nella nostra
cultura, o ha dei difetti, è giunto il momento
di farla funzionare”
(A warm chain for breastfeeding, Lancet, 1994)

Per saperne di più:
UNICEF: Allattamento al seno

Ospedali Amici del Bambino in Italia;
I dieci passi per l'allattamento al seno UNICEF-OMS

ITALIAN  ENGLISH FRENCH SPANISH GERMAN

IBLCE  - Berufsberatung für Mutterernährung  SCHÖN REDEN UND DANN DOCH HERUMSTÖBERN: So geschieht es, dass das Stillen NICHT gefördert wird. (oder: Warum ich mich nicht dem IBLCE-Examen unterziehen werde)

Ich möchte Euch eine unglaubliche und absurde Geschichte erzählen, die michüberrascht und verbittert hat und die leider großes Aufsehen erregen wird. Ich bin eine Apothekerin in Bassano del Grappa und seitdem ich zum ersten Mal Mutter geworden bin, weiß ich, wie wichtig das Stillen an der Mutterbrust und die Unterstützung der Mutter ist. Wenn ich nicht von einer Beraterin der La Leche League unterstützt worden wäre, wäre ich selbst auf die künstliche Säuglingsnahrung umgestiegen und mein Leben hätte einen ganz anderen Weg eingeschlagen und heute würde ich diese Zeilen nicht schreiben.... Ich habe sofort am FAAM-Projekt teilgenommen (Farmacia Amica Allattamento Materno = Mutterernährungsfreundliche Apotheke) http://progettofaam.org/  und in all diesen Jahren habe ich stark daran gearbeitet, das Stillen zu fördern, zu unterstützen und zu schützen: Schulung, Konferenzen, Aktualisierungskurse (http://www.zoes.it/it/content/blog/la-dottssa-chiara-pozzi-perteghella-intervistata-sulla-farmacia-amica-dellallattamento). Um meine Fachkenntnis zu verbessern, habe ich beschlossen, IBLCE-Mitglied zu werden, also eine Stillberaterin (http://www.iblce-europe.org/Other/download_1_candidates.htm#Italiano ); also habe ich mich an die Arbeit gemacht mit dem Studium für das Examen am 26. Juli 2010 (Anm.d.Red.: Dieses sehr strenge Examen findet weltweit am letzten Julimontag statt). Inzwischen wurde ich zum dritten Mal schwanger... Um das Examen ablegen zu können, muss man folgende Eigenschaften besitzen: mindestens 1000 Stunden Beratungstätigkeit und 80 Stunden Schulung; ich habe das letztmögliche Datum für die Anmeldung am Examen abgewartet, d.h. den 30. April 2010, denn da ich gerade erst mein zweites Kind auf die Welt gebracht hatte (Pieralberto ist am 5. April geboren), wollte ich zusehen, ob und wie ich es mit drei kleinen Kindern schaffen würde. Also habe ich mein gesamtes Curriculum Vitae geschickt (und 535 Euro Einschreibungsgebühr bezahlt) und gemeldet, dass ich mit meinem Säugling am Examen erscheinen würde, da mein Kind mit dreieinhalb Monaten nach Verlangen gestillt wird. Am 18. Mai, d.h. zwei Monate vor dem Examen, wurde ich von der nationalen IBLCE-Verantwortlichen informiert, dass nur die Kandidaten und Prüfer Zutritt zum Hörsaal haben, sodass ich mein Kind draußen lassen muss: ich kann den Hörsaal verlassen, um es zu stillen, wobei jedoch die verlorene Zeit nicht nachgeholt werden kann, oder ich kann mir die Milch abnehmen und es dem Kind von demjenigen geben lassen, der es draußen hält. Der Grund dieser Prozedur sei, dass das Kind die anderen Kandidaten stören könnte (Anm.d.Red.: Das Examen dauert am Vormittag zweieinhalb Stunden, am Nachmittag zweieinhalb Stunden, dazwischen eine Mittagspause, und das Examen besteht aus geschlossenen Fragen). Ich war ganz verblüfft über diese Mitteilung und habe beschlossen, die AICPAM-Vorsitzende Frau Dr. Armeni (Associazione Italiana Consulenti Professionali in Allattamento Materno = Ital. Berufsberaterverband für Mutterernährung)  http://www.aicpam.org/ um Erklärung zu bitten. Wieder eine eiskalte und recht wenig empathische Antwort: Laut internationaler Regelung darf die stillende Kandidatin ihr Kind nicht in den Hörsaal bringen und wenn sie es stillen muss, kann sie das tun, aber draußen... Also habe ich die IBLCE-Verantwortliche für ganz Europa darum gebeten, das Examen in einem getrennten Raum mit meinem Kind ablegen zu dürfen und wieder die gleiche Antwort erhalten. Nun möchte ich mit Ihnen einige Überlegungen anstellen:

ICH BIN EINE STILLENDE KANDIDATIN MIT EINEM DREIEINHALB MONATEN ALTEN KIND UND DARF MEIN KIND NICHT STILLEN, WENN ICH DAS EXAMEN ABLEGEN MÖCHTE, UM BERATER FÜR MUTTERERNÄHRUNG ZU WERDEN.... BZW. WENN ICH ES STILLE VERLIERE ICH ZU VIEL ZEIT, UM DAS EXAMEN ABZULEGEN…

In der Regelung war nicht vermerkt, dass eine Kandidatin mit Kleinkind das Kind nicht in den Saal bringen darf und dass beim Verlassen des Saals zum Stillen die verlorene Zeit nicht nachgeholt werden kann. Das ist Diskriminierung gegenüber anderen Kandidaten, da der stillenden Kandidatin de facto weniger Zeit zur Verfügung steht…

Ich finde die Regelung diskriminierend und auch unkohärent. Die Notwendigkeit der Pflege und der Ernährung eines Säuglings von dreieinhalb Monaten brauche ich wohl nicht zu erläutern und genauso wenig der Kommission der IBLCE International Board of Lactation Consultant Examiners  http://www.iblce.org/ : Mit dreieinhalb Monaten saugt ein Säugling sehr oft, aus Hunger und Durst (vergessen wir nicht, dass es am 26. Juli in Bozen sehr heiß ist) und auch, um die Mutter neben sich zu spüren. Was mir die Regelung dagegen vorschlägt, ist ein Babysitter und ein Fläschchen mit ausgepresster Milch.

Also sollte ich - entgegen meiner Wahl, mit meinem Kleinkind zusammen zu leben, um seine Bedürfnisse mit meinen in Einklang zu bringen – mein Kind zweieinhalb Stunden fern halten, während ich auf Fragen dieser Art antworte:

Die EXTERNE SCHWANGERSCHAFT umfasst alle folgenden Verhalten: Die Mutter trägt das Kind viele Stunden am Tag in einer Brusttragtasche oder Tragtuch; häufiges Stillen an der Brust; die Mutter nimmt das Kind mit zur Arbeit. Wo ist hier die KOHÄRENZ?

Wenn ich mir die Milch absauge und mein Kind die Milch verweigert, wie soll ich mich dann verhalten? Sollte ich dann weiter auf die Fragen antworten oder hinausgehen und stillen und “kostbare Zeit versäumen”?  Wo bleibt die Unterstützung der Mutter in der ganzen Sache? Wenn man die Begründung von IBLCE und AICPAM liest, hat man folgenden Eindruck: Mutter bleib zuhause und störe nicht. Willst du dein Kind neben dir? Bleib zuhause… wenn man bedenkt, wie sehr man daran arbeitet, um Mütter in die Gesellschaft einzubeziehen, um sie nicht auszuschließen, um es ihr zu ermöglichen, an jedem Ort zu stillen, um eine kinderfreundliche Gemeinschaft zu gestalten ...

Der Titel der diesjährigen AICPAM Zusammenkunft lautet sogar: Frauen und ihre Stillbedürfnisse: Kulturelle Änderungen und Praktische Unterstützungsmittel.    http://www.aicpam.org/giornata.asp

Als ich diesen Titel gelesen habe, musste ich lachen, auch weil die Zusammenkunft in meiner Stadt stattfinden wird  ( Bassano del Grappa)

Also werde ich mit großer Enttäuschung  das Examen nicht ablegen, denn ich glaube nicht, dass man so eine Diskriminierung und Unkohärenz tolerieren kann und außerdem bin ich nicht bereit, mich in Sachen Mutterernährung der Beurteilung von Personen zu unterziehen, die bewiesen haben, dieses Thema selbst nicht zu kennen.

Ich fordere alle Gesundheitsfachkräfte, die sich mit Mutterernährung befassen, alle Mütter und alle interessierten Personen auf, an die IBLCE-Verantwortliche zu schreiben: Ilse Bichler, IBLCE Regional Director Steinfeldgasse 11    2511 Pfaffstaetten    Österreich   office@iblce-europe.org  , an die Verantwortliche der IBLCE-Prüfung in Italien Laura Antinucci :  italy@iblce-europe.org  , an die AICPAM- Vorsitzende Frau Dr. Armeni Ersilia   siliadoc@fastwebnet.it   

und an den gesamten AICPAM-Leitungsstab

mariocirulli@libero.it,
elise.chapin@gmail.com
stefania.battocchio@aslbassano.it
tizianacatanzani@gmail.com 
ant.chiurco@libero.it 

damit die Regelung geändert wird,damit eine stillende Kandidatin in Anwesenheit ihres Kindes das Examen ablegen kann, ohne diskriminiert zu werden.

Abschließend noch zwei wichtige Details, die ich der AICPAM-Vorsitzenden gemeldet habe, die aber  nicht berücksichtigt wurden:

       1. Im Jahr 2002 hat eine Kandidatin mit Kleinkind im Tragtuch das Examen abgelegt und keiner wurde dadurch gestört

      2. Im vergangenen Jahr war in Rom am Tag des Examens auch der kleine Hund einer Prüferin im Saal anwesend. Angesichts der Julihitze musste er neben seiner Herrin bleiben, die ihn ab und zu hinausführte, um seine Notdurften zu verrichten. Auch in diesem Fall wurde keiner der Kandidaten von der Anwesenheit des kleinen Gastes gestört….

       Ich bin mir darüber bewusst, dass ich durch dasAuslassen meines Ärgers der Milchersatzindustrie und allen, die in Bereichen tätig sind, die nicht für Mutternährung sind, einen Gefallen tue…

Noch etwas: Was ich tue, das tue ich nicht für mich selbst! Ich werde das Examen nicht ablegen! Aber ich halte diesen für einen fairen Kampf für alle Mütter, die dieses Examen in Zukunft ablegen möchten.

Frau Dr.    Chiara Pozzi Perteghella
Leiterin der Apotheke Pozzi dottor Publio in Bassano del Grappa
Farmacia Amica Allattamento Materno

Es folgt eine E-Mail, die Frau Dr. Armeni an den Verwaltungsrat der AICPAM geschickt hat und in der sie versehentlich meine Adresse eingesetzt hat. Ich veröffentliche die E-Mail, weil ich den Tonfall nicht nur als nicht empathisch empfinde, sondern mir gegenüber und gegenüber der Apotheker, die die Mutterernährung fördern, sogar sehr beleidigend. Unten folgt noch meine Antwort an Frau Dr. Armeni.

Persönlich glaube ich, dass das *nicht* zu tun ist, aus folgenden Gründen:
- wenn es um ein Prinzip geht, dann muss es mit der Führungsspitze geteilt werden. Hier geht es nicht um eine Konfrontation zwischen der Kandidatin und Aicpam, sondern um wesentlich mehr...
- in praktischer Hinsicht sind ein weiterer Raum und ein-zwei Proctors notwendig (bei mehr als einer Kandidatin einer, der im Hörsaal bleibt und einer, der sie ins Bad begleitet). Das System wurde rechtzeitig und nicht ohne Mühe organisiert (die Erfordernisse sind strikt), außerdem bin ich nicht damit einverstanden, dass Aicpam persönlich die Kosten dafür übernehmen muss.
Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Forderung mit arrogantem und auferlegendem Tonfall eingereicht wurde (will man mit mir über Oxytocin, OMS usw. reden?) und auch in personalistischer Weise (ich verkörpere weder Aicpam noch IBLCE ), würde ich mir von einer vernünftigen Person mit  gesundem Menschenverstand eine Forderung erwarten, die Herausforderungen setzt, die zur Überlegung anspornen, aus denen sich für alle und für immer Besserungen ergeben – nicht eine einmalige Maßnahme nach italienischer Art.  Diese Person erweckt in mir aus dem was aus ihren Worten hervorgeht (ah, ein handgeschriebener Brief!) und abgesehen von dem was sie getan hat
(mir scheinen gerade mutterernährungsfreundliche Apotheken ein Widersinn zu sein, oder?) einige Zweifel.
Um es kurz zu halten schlage ich vor : 1) IBLCE über einen diesbezüglichen Vorschlage abstimmen zu lassen  2) nach erreichter Mehrheit müsste jemand dies schreiben und übersetzen 3) wenn ich alles in der Hand habe, werde ich dafür sorgen, mit der richtigen Person bei IBLCE Kontakt aufzunehmen und dieser dann alles zusenden. Natürlich werden die Ergebnisse, falls es welche geben wird, erst im nächsten Jahr sichtbar sein.
In Erwartung ihrer schnellen Antworten wünsche ich allen einen schönen Tag, Silia

Meine Antwort

Werte Frau Dr. Armeni
zu allererst möchte ich unterstreichen, dass ich mit Nachnamen "Pozzi Perteghella" heiße; zweitens danke ich für die Zusendung Ihrer Handynummer und muss es ablehnen, telefonisch mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, angesichts Ihrer E-Mail hier unten, die mich – wie Sie sich sicher vorstellen können – nicht wenig überrascht hat. Überrascht bin ich über die von Ihnen verwendeten Inhalte und Ihren Tonfall, der ganz anders ist als in den E-Mails, die Sie sonst an mich geschickt haben. Ich glaube behaupten zu können, dass sowohl der Tonfall als auch die Inhalte sehr wenig Respekt für meinen Beruf, meine Person und – erlauben Sie mir – mein Kind beweisen.

Ich nehme davon Kenntnis, dass man es Ihrer Meinung nach einer Mutter nicht erlauben darf, ihr Kind zum Examen mitzunehmen; das überrascht mich sehr von einer Person in Ihrer Position, doch ich nehme davon Kenntnis. Sie sind die Vorsitzende der AICPAM (=Ital. Berufsberaterverband für Mutterernährung) und anstatt sich zu freuen, dass sich verschiedene Fachkräfte mit diesem Thema befassen, haben Sie nichts besseres zu tun als das Projekt der Mutterernährungsfreundlichen Apotheken zu verleumden und als  "einen Widersinn" zu bezeichnen. 

Ich hoffe, Sie haben wenigstens einmal die Möglichkeit gehabt, eine dieser Apotheken zu besuchen.

Sie kreiden mir einen "arroganten und auferlegenden" Tonfall an, Ihre E-Mail hier unten ist aber sehr vielaussagend darüber, wer hier die Anmaßung besitzt, von Keinem etwas lernen zu müssen.

Ich komme zur Frage: Stellt Ihre Position die Welt von IBLCE dar oder ist sie eine Anomalie? Wenn ja, dann kann ich Ihnen versichern, dass ich keinerlei Absicht habe, dieser Welt beizutreten, denn ich glaube nicht, dass ein Stück Papier meine berufliche Erfahrung und meine persönliche Erfahrung als Mutter zertifizieren kann. 

Aber das Problem – ich wiederhole es – bin nicht ich persönlich und auch nicht mein Kind: Das wahre Problem ist das meines Erachtens unverletzbare Prinzip, nach dem einer stillenden Mutter das Recht zustehen muss, Zugang zu allen täglichen Tätigkeiten zu haben. Und es geht hier nicht um eine Intensivtherapie, sondern um den Normalfall, und ein Examen ist - egal wie anspruchsvoll sie auch sein mag - eine normale Tätigkeit. 

Scheinbar war ich irrtümlicherweise davon überzeugt, dass es nicht nur zu meiner ständigen Weiterbildung (!) gehört hätte, der IBLCE beizutreten, sondern dass ich dadurch in ein Network von MUTTERERNÄHRUNGSFREUNDLICHEN Fachleuten aufgenommen worden wäre.

Ich werde auch ohne dieses Examen überleben, aber ich werde natürlich meine Apothekerkollegen über die Einstellung Ihres Verbandes informieren, der meiner Meinung nach keine gute Figur machen wird.

Frau Dr. Chiara Pozzi Perteghella

Post your comment on our blog on

ZOES

Facebook

Chiara's Story is on:

Genitory Channel

Mama-is1 Mama-is2

Mama-is3

Kate Hansen Art

The New York Times

Corriere della Sera (Corriere del Veneto)

Il Gazzettino (Nazionale)

Terra Quotidiano ecologista (Nazionale)

   

 

powered by:

 

 

t size="1" face="Verdana">powered by: