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SALA STAMPA
Pagina dedicata alla SAM 2010
VAI ALLA PAGINA DEDICATA ALLE CONFERENZE DEL DOTTOR CARLOS GONZALEZ, ORGANIZZATE DALLA FARMACIA POZZI
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Dialogo sui Farmaci: Farmacie e sostegno dell’allattamento materno; un approccio di rete tra operatori sanitari (Delaini - Cattaneo - Fusaro - Realini)
MAMI: Il ruolo del personale sanitario e il Codice (Carlos González)
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"PROTEGGERE
PROMUOVERE
SOSTENERE
L’ALLATTAMENTO AL SENO
(Dichiarazione degli Innocenti OMS - Unicef)
SCARICA IL VOLANTINO DI PRESENTAZIONE (pdf)
ESP - ENG - FRA - POR
“Se si rendesse disponibile un nuovo vaccino
che prevenisse un milione o più di
morti infantili all’anno, e che fosse oltretutto
poco costoso, sicuro, somministrabile per bocca,
e non richiedesse la catena del freddo,
diventerebbe immediatamente un
imperativo di salute pubblica.
L’allattamento al seno può farequesto ed altro,
ma richiede una sua “catena calda” di sostegno
– cioè assistenza competente alle madri perché
possano avere fiducia in se stesse e per mostrare
loro cosa fare - e protezione da pratiche dannose.
Se questa catena calda si è persa nella nostra
cultura, o ha dei difetti, è giunto il momento
di farla funzionare”
(A warm chain for breastfeeding, Lancet, 1994)
Per saperne di più:
UNICEF: Allattamento al seno
Ospedali Amici del Bambino in Italia;
I dieci passi per l'allattamento al seno UNICEF-OMS
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ITALIAN ENGLISH FRENCH SPANISH GERMAN
IBLCE -
Berufsberatung für Mutterernährung SCHÖN REDEN UND
DANN DOCH HERUMSTÖBERN: So geschieht es, dass das Stillen NICHT gefördert wird.
(oder: Warum ich mich nicht dem IBLCE-Examen unterziehen werde)
Ich möchte Euch eine unglaubliche und absurde Geschichte erzählen, die michüberrascht und verbittert hat und die leider großes Aufsehen erregen wird. Ich
bin eine Apothekerin in Bassano del Grappa und seitdem ich zum ersten Mal
Mutter geworden bin, weiß ich, wie wichtig das Stillen an der Mutterbrust und
die Unterstützung der Mutter ist. Wenn ich nicht von einer Beraterin der La Leche League unterstützt worden wäre, wäre ich selbst auf die künstliche Säuglingsnahrung
umgestiegen und mein Leben hätte einen ganz anderen Weg eingeschlagen und heute
würde ich diese Zeilen nicht schreiben.... Ich habe sofort am FAAM-Projekt
teilgenommen (Farmacia Amica Allattamento Materno = Mutterernährungsfreundliche
Apotheke) http://progettofaam.org/ und in all
diesen Jahren habe ich stark daran gearbeitet, das Stillen zu fördern, zu
unterstützen und zu schützen: Schulung, Konferenzen, Aktualisierungskurse (http://www.zoes.it/it/content/blog/la-dottssa-chiara-pozzi-perteghella-intervistata-sulla-farmacia-amica-dellallattamento). Um meine Fachkenntnis zu verbessern,
habe ich beschlossen, IBLCE-Mitglied zu werden, also eine Stillberaterin (http://www.iblce-europe.org/Other/download_1_candidates.htm#Italiano ); also habe ich mich an die Arbeit
gemacht mit dem Studium für das Examen am 26. Juli 2010 (Anm.d.Red.: Dieses
sehr strenge Examen findet weltweit am letzten Julimontag statt). Inzwischen
wurde ich zum dritten Mal schwanger... Um das Examen ablegen zu können, muss
man folgende Eigenschaften besitzen: mindestens 1000 Stunden Beratungstätigkeit
und 80 Stunden Schulung; ich habe das letztmögliche Datum für die Anmeldung am
Examen abgewartet, d.h. den 30. April 2010, denn da ich gerade erst mein
zweites Kind auf die Welt gebracht hatte (Pieralberto ist am 5. April geboren),
wollte ich zusehen, ob und wie ich es mit drei kleinen Kindern schaffen würde.
Also habe ich mein gesamtes Curriculum Vitae geschickt (und 535 Euro
Einschreibungsgebühr bezahlt) und gemeldet, dass ich mit meinem Säugling am
Examen erscheinen würde, da mein Kind mit dreieinhalb Monaten nach Verlangen
gestillt wird. Am 18. Mai, d.h. zwei Monate vor dem Examen, wurde ich von der
nationalen IBLCE-Verantwortlichen informiert, dass nur die Kandidaten und
Prüfer Zutritt zum Hörsaal haben, sodass ich mein Kind draußen lassen muss: ich
kann den Hörsaal verlassen, um es zu stillen, wobei jedoch die verlorene Zeit
nicht nachgeholt werden kann, oder ich kann mir die Milch abnehmen und es dem
Kind von demjenigen geben lassen, der es draußen hält. Der Grund dieser Prozedur
sei, dass das Kind die anderen Kandidaten stören könnte (Anm.d.Red.: Das Examen
dauert am Vormittag zweieinhalb Stunden, am Nachmittag zweieinhalb Stunden,
dazwischen eine Mittagspause, und das Examen besteht aus geschlossenen Fragen).
Ich war ganz verblüfft über diese Mitteilung und habe beschlossen, die
AICPAM-Vorsitzende Frau Dr. Armeni (Associazione Italiana Consulenti
Professionali in Allattamento Materno = Ital. Berufsberaterverband für
Mutterernährung) http://www.aicpam.org/ um Erklärung zu bitten. Wieder eine
eiskalte und recht wenig empathische Antwort: Laut internationaler Regelung
darf die stillende Kandidatin ihr Kind nicht in den Hörsaal bringen und wenn
sie es stillen muss, kann sie das tun, aber draußen... Also habe ich die
IBLCE-Verantwortliche für ganz Europa darum gebeten, das Examen in einem
getrennten Raum mit meinem Kind ablegen zu dürfen und wieder die gleiche
Antwort erhalten. Nun möchte ich mit Ihnen einige Überlegungen anstellen:
ICH BIN EINE STILLENDE KANDIDATIN MIT EINEM DREIEINHALB MONATEN ALTEN KIND
UND DARF MEIN KIND NICHT STILLEN, WENN ICH DAS EXAMEN ABLEGEN MÖCHTE, UM
BERATER FÜR MUTTERERNÄHRUNG ZU WERDEN.... BZW. WENN ICH ES STILLE VERLIERE ICH
ZU VIEL ZEIT, UM DAS EXAMEN ABZULEGEN…
In der Regelung
war nicht vermerkt, dass eine Kandidatin mit Kleinkind das Kind nicht in den
Saal bringen darf und dass beim Verlassen des Saals zum Stillen die verlorene
Zeit nicht nachgeholt werden kann. Das ist Diskriminierung gegenüber anderen
Kandidaten, da der stillenden Kandidatin de facto weniger Zeit zur Verfügung
steht…
Ich finde die Regelung diskriminierend und auch unkohärent. Die
Notwendigkeit der Pflege und der Ernährung eines Säuglings von dreieinhalb
Monaten brauche ich wohl nicht zu erläutern und genauso wenig der Kommission
der IBLCE International Board of Lactation Consultant Examiners http://www.iblce.org/ : Mit dreieinhalb Monaten saugt ein
Säugling sehr oft, aus Hunger und Durst (vergessen wir nicht, dass es am 26.
Juli in Bozen sehr heiß ist) und auch, um die Mutter neben sich zu spüren. Was
mir die Regelung dagegen vorschlägt, ist ein Babysitter und ein Fläschchen mit
ausgepresster Milch.
Also sollte ich - entgegen meiner Wahl, mit meinem Kleinkind zusammen zu
leben, um seine Bedürfnisse mit meinen in Einklang zu bringen – mein Kind
zweieinhalb Stunden fern halten, während ich auf Fragen dieser Art antworte:
Die EXTERNE SCHWANGERSCHAFT umfasst alle folgenden Verhalten: Die Mutter
trägt das Kind viele Stunden am Tag in einer Brusttragtasche oder Tragtuch;
häufiges Stillen an der Brust; die Mutter nimmt das Kind mit zur Arbeit. Wo ist
hier die KOHÄRENZ?
Wenn ich mir die Milch absauge und mein Kind die Milch verweigert, wie soll
ich mich dann verhalten? Sollte ich dann weiter auf die Fragen antworten oder
hinausgehen und stillen und “kostbare Zeit versäumen”? Wo bleibt die Unterstützung der Mutter in der
ganzen Sache? Wenn man die Begründung von IBLCE und AICPAM liest, hat man
folgenden Eindruck: Mutter bleib zuhause und störe nicht. Willst du dein Kind
neben dir? Bleib zuhause… wenn man bedenkt, wie sehr man daran arbeitet, um
Mütter in die Gesellschaft einzubeziehen, um sie nicht auszuschließen, um es
ihr zu ermöglichen, an jedem Ort zu stillen, um eine kinderfreundliche
Gemeinschaft zu gestalten ...
Der Titel der diesjährigen AICPAM Zusammenkunft lautet sogar: Frauen und ihre
Stillbedürfnisse: Kulturelle Änderungen und Praktische
Unterstützungsmittel.
http://www.aicpam.org/giornata.asp
Als ich diesen Titel gelesen habe, musste ich
lachen, auch weil die Zusammenkunft in meiner Stadt stattfinden wird ( Bassano del Grappa)
Also werde ich mit großer Enttäuschung
das Examen nicht ablegen, denn ich glaube nicht, dass man so eine
Diskriminierung und Unkohärenz tolerieren kann und außerdem bin ich nicht
bereit, mich in Sachen Mutterernährung der Beurteilung von Personen zu
unterziehen, die bewiesen haben, dieses Thema selbst nicht zu kennen.
Ich fordere alle Gesundheitsfachkräfte, die sich mit Mutterernährung
befassen, alle Mütter und alle interessierten Personen auf, an die
IBLCE-Verantwortliche zu schreiben: Ilse Bichler, IBLCE Regional Director Steinfeldgasse 11 2511 Pfaffstaetten Österreich office@iblce-europe.org , an
die Verantwortliche der IBLCE-Prüfung in Italien Laura Antinucci : italy@iblce-europe.org , an die AICPAM- Vorsitzende Frau Dr.
Armeni Ersilia siliadoc@fastwebnet.it
und an den gesamten AICPAM-Leitungsstab
mariocirulli@libero.it,
elise.chapin@gmail.com
stefania.battocchio@aslbassano.it
tizianacatanzani@gmail.com
ant.chiurco@libero.it
damit die Regelung geändert wird,damit eine stillende Kandidatin in Anwesenheit ihres Kindes das Examen ablegen
kann, ohne diskriminiert zu werden.
Abschließend noch
zwei wichtige Details, die ich der AICPAM-Vorsitzenden gemeldet habe, die
aber nicht berücksichtigt wurden:
1. Im
Jahr 2002 hat eine Kandidatin mit Kleinkind im Tragtuch das Examen abgelegt und
keiner wurde dadurch gestört
2. Im
vergangenen Jahr war in Rom am Tag des Examens auch der kleine Hund einer
Prüferin im Saal anwesend. Angesichts der Julihitze musste er neben seiner
Herrin bleiben, die ihn ab und zu hinausführte, um seine Notdurften zu
verrichten. Auch in diesem Fall wurde keiner der Kandidaten von der Anwesenheit
des kleinen Gastes gestört….
Ich bin mir darüber bewusst, dass ich durch dasAuslassen meines Ärgers der Milchersatzindustrie und allen, die in Bereichen
tätig sind, die nicht für Mutternährung sind, einen Gefallen tue…
Noch etwas: Was ich tue, das tue ich nicht für
mich selbst! Ich werde das Examen nicht ablegen! Aber ich halte diesen für
einen fairen Kampf für alle Mütter, die dieses Examen in Zukunft ablegen
möchten.
Frau Dr. Chiara Pozzi Perteghella
Leiterin der Apotheke Pozzi dottor Publio in Bassano del Grappa
Farmacia Amica Allattamento Materno
Es folgt eine
E-Mail, die Frau Dr. Armeni an den Verwaltungsrat der AICPAM geschickt hat und
in der sie versehentlich meine Adresse eingesetzt hat. Ich veröffentliche die
E-Mail, weil ich den Tonfall nicht nur als nicht empathisch empfinde, sondern
mir gegenüber und gegenüber der Apotheker, die die Mutterernährung fördern,
sogar sehr beleidigend. Unten folgt noch meine Antwort an Frau Dr. Armeni.
Persönlich glaube ich, dass das *nicht* zu tun ist, aus folgenden Gründen:
- wenn es um ein Prinzip geht, dann muss es mit der Führungsspitze geteilt
werden. Hier geht es nicht um eine Konfrontation zwischen der Kandidatin und
Aicpam, sondern um wesentlich mehr...
- in praktischer Hinsicht sind ein weiterer Raum und ein-zwei Proctors
notwendig (bei mehr als einer Kandidatin einer, der im Hörsaal bleibt und
einer, der sie ins Bad begleitet). Das System wurde rechtzeitig und nicht ohne
Mühe organisiert (die Erfordernisse sind strikt), außerdem bin ich nicht damit
einverstanden, dass Aicpam persönlich die Kosten dafür übernehmen muss.
Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Forderung mit arrogantem und
auferlegendem Tonfall eingereicht wurde (will man mit mir über Oxytocin, OMS
usw. reden?) und auch in personalistischer Weise (ich verkörpere weder Aicpam
noch IBLCE ), würde ich mir von einer vernünftigen Person mit gesundem Menschenverstand eine Forderung
erwarten, die Herausforderungen setzt, die zur Überlegung anspornen, aus denen
sich für alle und für immer Besserungen ergeben – nicht eine einmalige Maßnahme
nach italienischer Art. Diese Person
erweckt in mir aus dem was aus ihren Worten hervorgeht (ah, ein
handgeschriebener Brief!) und abgesehen von dem was sie getan hat (mir scheinen gerade mutterernährungsfreundliche Apotheken
ein Widersinn zu sein, oder?) einige Zweifel.
Um es kurz zu halten schlage ich vor : 1) IBLCE über einen diesbezüglichen
Vorschlage abstimmen zu lassen 2) nach
erreichter Mehrheit müsste jemand dies schreiben und übersetzen 3) wenn ich
alles in der Hand habe, werde ich dafür sorgen, mit der richtigen Person bei
IBLCE Kontakt aufzunehmen und dieser dann alles zusenden. Natürlich werden die
Ergebnisse, falls es welche geben wird, erst im nächsten Jahr sichtbar sein.
In Erwartung ihrer schnellen Antworten wünsche ich allen einen schönen Tag,
Silia
Meine Antwort
Werte Frau Dr. Armeni
zu allererst möchte ich unterstreichen, dass ich mit Nachnamen "Pozzi
Perteghella" heiße; zweitens danke ich für die Zusendung Ihrer Handynummer
und muss es ablehnen, telefonisch mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, angesichts
Ihrer E-Mail hier unten, die mich – wie Sie sich sicher vorstellen können –
nicht wenig überrascht hat. Überrascht bin ich über die von Ihnen verwendeten
Inhalte und Ihren Tonfall, der ganz anders ist als in den E-Mails, die Sie sonst
an mich geschickt haben. Ich glaube behaupten zu können, dass sowohl der
Tonfall als auch die Inhalte sehr wenig Respekt für meinen Beruf, meine Person
und – erlauben Sie mir – mein Kind beweisen.
Ich nehme davon Kenntnis, dass man es Ihrer
Meinung nach einer Mutter nicht erlauben darf, ihr Kind zum Examen mitzunehmen;
das überrascht mich sehr von einer Person in Ihrer Position, doch ich nehme
davon Kenntnis. Sie sind die Vorsitzende der AICPAM (=Ital.
Berufsberaterverband für Mutterernährung) und anstatt sich zu freuen, dass sich
verschiedene Fachkräfte mit diesem Thema befassen, haben Sie nichts besseres zu
tun als das Projekt der Mutterernährungsfreundlichen Apotheken zu verleumden
und als "einen Widersinn" zu
bezeichnen.
Ich hoffe, Sie haben wenigstens einmal die
Möglichkeit gehabt, eine dieser Apotheken zu besuchen.
Sie kreiden mir einen "arroganten und
auferlegenden" Tonfall an, Ihre E-Mail hier unten ist aber sehr
vielaussagend darüber, wer hier die Anmaßung besitzt, von Keinem etwas lernen
zu müssen.
Ich komme zur Frage: Stellt Ihre Position die Welt
von IBLCE dar oder ist sie eine Anomalie? Wenn ja, dann kann ich Ihnen
versichern, dass ich keinerlei Absicht habe, dieser Welt beizutreten, denn ich
glaube nicht, dass ein Stück Papier meine berufliche Erfahrung und meine
persönliche Erfahrung als Mutter zertifizieren kann.
Aber das Problem – ich wiederhole es – bin nicht
ich persönlich und auch nicht mein Kind: Das wahre Problem ist das meines
Erachtens unverletzbare Prinzip, nach dem einer stillenden Mutter das Recht
zustehen muss, Zugang zu allen täglichen Tätigkeiten zu haben. Und es geht hier
nicht um eine Intensivtherapie, sondern um den Normalfall, und ein Examen ist -
egal wie anspruchsvoll sie auch sein mag - eine normale Tätigkeit.
Scheinbar war ich irrtümlicherweise davon
überzeugt, dass es nicht nur zu meiner ständigen Weiterbildung (!) gehört
hätte, der IBLCE beizutreten, sondern dass ich dadurch in ein Network von
MUTTERERNÄHRUNGSFREUNDLICHEN Fachleuten aufgenommen worden wäre.
Ich werde auch ohne dieses Examen überleben, aber
ich werde natürlich meine Apothekerkollegen über die Einstellung Ihres
Verbandes informieren, der meiner Meinung nach keine gute Figur machen wird.
Frau Dr. Chiara Pozzi Perteghella
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